Bereits ein einziger beschädigter oder falsch entsorgter Akku kann einen verheerenden Brand auslösen. Was im Restmüll, Gelben Sack oder anderen Abfallbehältern landet, gefährdet Menschenleben, Einsatzkräfte, Mitarbeitende und verursacht enorme Schäden. Die Zahlen sprechen für sich:
- 78,4 % aller Brände in Entsorgungs- und Recyclinganlagen wurden 2022 durch Lithium-Ionen-Akkus verursacht.
- Die Zahl importierter Li-Akkus stieg von 55 Millionen (2012) auf über 600 Millionen (2025). Für 2026 werden bereits über 810 Millionen Li-Akkus prognostiziert.
- Durchschnittlich befinden sich laut einer aktuellen Studie im Durchschnitt 70 falsch entsorgte Lithiumakkus in einem gefüllten Abfallsammelfahrzeug.
- Der Branche entstehen dadurch Schäden von über 250 Millionen Euro – pro Quartal.
Die Entsorgungsbranche investiert seit Jahren in Brandfrüherkennung und moderne Löschtechnik. Trotzdem bleibt die falsche Entsorgung von Akkus das größte Risiko. Deshalb unser eindringlicher Appell: Akkus, Batterien und batteriebetriebene Geräte gehören niemals in den Hausmüll, den Gelben Sack oder andere Abfallbehälter. Bitte nutzt ausschließlich die vorgesehenen Rückgabe- und Sammelstellen. Doch Appelle allein reichen nicht mehr aus. Wir fordern:
> ein wirksames Pfandsystem für Lithium-Ionen-Akkus,
> flächendeckende Rückgabemöglichkeiten,
> ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten,
> Sonderabschreibungen für Investitionen in Brandschutz-Technik sowie
> eine herstellerfinanzierte Absicherung der Entsorgungswirtschaft
bei Brandereignissen.
Die Zeit der Appelle ist vorbei. Jetzt braucht es konsequentes politisches Handeln.